Die vatikanischen Grotten
Die Grotten befinden sich unter der Ebene der Kirche, allerdings höhergelegen als die konstantinische Basilika aus dem IV. Jahrhundert.
Die Grotten beherbergen außer verschiedenen Heiligen gewidmeten Kapellen, Gräber von Königen, Königinnen und Päpsten vom 10. Jahrhundert an. Der heiligste Ort ist das Grabmal des Petrus. Dort ließ Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert eine kleine Kapelle an dem Ort errichten, wo man das Grabmal des Apostels Christi verehrte. In einer der Kapellen um die Apsis herum sieht man das Fresko des römischen Malers Pietro Cavallini aus dem 14. Jahrhundert: es handelt sich hierbei um die “Madonna della Bocciata”,
die ihren Namen von einer Schwellung im Antlitz erhält. Der Legende nach soll diese geblutet haben, nachdem ein betrunkener Soldat, der beim Bocciaspiel verloren hatte, eine Kugel gegen das Bild geschleudert habe.
An diesem Ort befinden sich auch die Gräber von Paul VI. (1978) und Papst Johannes Paul II. (2005).