Die vatikanischen Museen
Über die Kompetenz und den Aufbau der Vatikanischen Museen wurde bereits berichtet. Jetzt wenden wir uns den Kunstwerken zu, die hier aufbewahrt werden. Die Bilder und Statuen, genauso wie die zahlreichen Gemälde, die der menschliche Geist schuf, und die im Laufe der Jahrhunderte von den Päpsten gesammelt wurden, sind in den Räumen der Vatikanischen Museen ausgestellt. In ihrem Bereich befinden sich berühmte Monumente, wie die Sixtinische Kapelle, die Kapelle von Beato Angelico, die Stanzen und die Loggien des Raffael, sowie die Borgia-Gemächer.
Die Pinakothek befindet sich in einem 1932 nach den Plänen des Architekten Beltrami errichteten Gebäude. Sie ist durch einen eleganten Portikus mit den Vatikanischen Museen am „Ingresso dei Quattro Cancelli“ (Eingang der vier Tore) verbunden.
In einem modernen Bau, der sich in den Museumskomplex gut einfügt, wurden Archäologische und ethnologische Sammlungen untergebracht, nämlich das „Museo Profano“ (das profane Museum) und das „Museo Missionario-Etnologico“ (das missionarisch-ethnologische Museum). Diese befanden sich ursprünglich im Lateranpalast. Im Jahr 1973 wurde den Museen die „Collezione di Arte Religiosa Moderna“ (Sammlung moderner religiöser Kunst) hinzugefügt.
Im „Museo Storico“ (Historisches Museum), das sich in den Räumen des Lateranpalastes befindet, werden unter anderem Erinnerungsstücke an die Päpstlichen Militärkorps aufbewahrt.
Die Vatikanischen Museen sind normalerweise werktags am Vormittag, im Sommer auch am frühen Nachmittag offen. Am Vormittag des letzten Sonntags im Monat ist der Eintritt frei.
Der Eingang zu den Vatikanischen Museen befindet sich im Viale Vaticano in der Nähe der Piazza del Risorgimento. Zu den Museen gehört, wie bereits erwähnt, eine Restaurierungswerkstätte für Gemälde, Bronze- und Marmorfiguren, Gobellins und alle anderen in den Museen aufbewahrten Kunstwerke. Angeschlossen ist auch ein Labor für wissenschaftliche Untersuchungen.
Die Vatikanischen Museen sind trotz zahlreicher Verluste durch Kriege, Zerstörungen und Diebstähle durch progressive Anreicherung mit Kunstwerken entstanden, die von den Päpsten seit der Renaissancezeit gesammelt wurden: der Komplex gehört noch heute zu den größten Museen der Welt. Im folgenden Text werden im Besonderen die Pinakothek, das Museum Pio-Clementino, die Raffaelsstanzen sowie die Sixtinische Kapelle behandelt.