Stato della Città del Vaticano
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Direktion der technischen Dienste

Die Kraftwerke des Vatikans

Die Produktion von Elektrizität begann im Vatikan im Jahre 1897, als geplant wurde, aus dem aus dem Braccianer Aquädukt strömenden Wasserfall Elektrizität zu gewinnen, dessen Wasserführung sich noch heute in zwei Arme teilt: der erste mündet bei der Villa Carpegna und gelangt in den großen Gianicolo-Brunnen; der zweite erreicht über die Trasse der Via Aurelia bei der Porta Pertusa den Vatikan.

 Die Gesamtwassermenge (243l/s) wurde in einen gemauerten unterirdischen Gang innerhalb der Vatikanischen Gärten bis zur Grotte von Lourdes zusammengeleitet und von dort aus verteilt: 134 l/s an die Heiligen Apostolischen Paläste und 109l/s an die Reverenda Fabbrica di San Pietro.

 Die erste Wasserführung, die unterirdisch bis zum Drachenbrunnen gelangt, fließt in die Wasserleitung in Richtung der Molen, die deren Sturz von 5 Metern nutzten. Die Anlagen der alten Molen beherbergten in den Jahren 1897-1898 das erste Elektrizitätswerk des Vatikans, das 1899 von Papst Leo XIII. eingeweiht wurde.

 Unter den nach dem Lateranvertrag des Jahres 1929 von der neuen Ordnung des Vatikanstaates als notwendig und unaufschiebbar erklärten Bauwerken resultiert ein zusammenhängender Gesamtkomplex von ein gemeinsames Schema folgenden weitreichenden Arbeiten zur Einrichtung von Licht- und Elektrizitätsanlagen, Heizung, Wasserverteilung und Feuerlöschvorrichtungen. Das Problem der Elektrizitätsversorgung war an die Kapazität der Wasserführung und des Falles des Paolinischen Wassers und an den Bedarf der Winterbeheizung gebunden: die Notwendigkeit, Elektrizität durch Turbinen und Dampf zu gewinnen, indem man den thermodynamischen Sprung nutzte, der dem Wert zweier relativ hoher Drucke entsprach, empfahl die Nutzung eines zusammenwirkenden Systems unter Gebrauch des verbleibenden Sprungs für die zentralisierte Herstellung von Heizung für die Wärmeenergie. Die konvergenten Bedürfnisse der beiden Dienste, des elektrischen und des thermischen, führten zur Realisierung einer thermoelektrischen Zentrale.

 Zwischen 1932 und 1933 wurde das neue Wärmekraftwerk geplant und realisiert, das der Heilige Vater Pius XI., persönlich das Startkommando für die erste Turbine gebend, einweihte. Das Kraftwerk "Alessandro Volta" wurde dort errichtet, wo sich die Münzprägeanstalt des Kirchenstaates befand, nämlich unterhalb der Molen, und dorthin wurden sämtliche bestehenden Anlagen verlegt, die einigen Modifizierungen unterzogen wurden, die eine stärkere Potenz der Generatoren und eine entsprechende Erweiterung der Elektrizitätsanschlüsse ermöglichten.

 Die Zeit zwischen 1931 und 1935 bezeichnet die Phase der maximalen Intensität bei den Baumaßnahmen und –plänen zur Regulierung und Neuordnung der Vatikanstadt. In den Jahren 1933-34 wurde ein neues Verteilungsnetz der Heiligen Paläste entworfen, teilweise realisiert und in den Jahren 1935-36 vervollständigt, das bis zu einer Zentralkabine führte, die sogenannte Unterstation des Dreieckes.

 Die Thermoelektrische Zentrale sorgte normalerweise für die Belastung des vatikanischen Stromnetzes mit einem einzigen Turbogenerator, der von einem oder zwei Kesseln bedient wurde, je nachdem ob die Heizungsanlage in Betrieb war oder nicht; der dritte Kessel diente als Reserve.

 Wasseranlagen

 1932 dachte man aufgrund der Baufälligkeit der Strukturen des Braccianer Aquädukts, die alte Wasserleitung aufzugeben und durch eine Stahlrohrleitung von einem 500mm-Durchmesser zu ersetzen, die von der Villa Carpegna zum Verteiler des Vatikans beim Drachenbrunnen führen sollte.

 Die aufwendige Verlegung des Wassernetzes wurde zwischen 1932 und 1934 mit der Installierung der Zentralpumpen, dem Bau eines 2000 Kubikmeter-Tanks und der Montage der Kupferleitungen, der Verteiler und der Feuerlöschhydranten im Bereich der Heiligen Paläste durchgeführt.

 Werkstätten und Laboratorien

 Die Gebäude der Autowerkstatt, der Tischlerei und der elektrotechnischen Werkstatt wurden 1934 in der Nähe der thermoelektrischen Zentrale errichtet.

 Die Mechanikerwerkstatt wurde in einem großen einräumigen Gebäude mit direktem Zugang zur Straße untergebracht und bestand aus drei Abteilungen, die 70 Arbeiter beschäftigten: Schlosser und Schmiede; Mechaniker, Installateure und Klempner; Autoreparatur. Außerdem waren vier Lötplätze vorgesehen.

 Die Tischlerei beanspruchte einen Großraum von 500 qm und war für die Herstellung von Tür- und Fensterrahmen ausgestattet.

 Die elektrotechnische Werkstatt, einschließlich eines Zeichensaals und eines Buchhaltungsbüros, befand sich unterhalb der Tischlerei und diente der Wartung der elektrischen Anlagen des Staates durch Installation der Verteilerschalttafeln, den Bau von Netzteilen und die Reparatur von Haushaltsgeräten.


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