17. Dezember 2010
ANSPRACHE AUS ANLASS DER EINWEIHUNG (BELEUCHTUNG?)
DES WEIHNACHTSBAUMS
17. Dezember 2010, 16.30 Uhr
1. Auch im Namen von Herrn Erzbischof Carlo Maria Viganò, Generalsekretär des Governatorats, und Herrn Bischof Giorgio Corbellini, Vize-Generalsekretär, grüsse ich heute zum ersten Mal den Bischof von Bozen-Brixen, Monsignore Karl Golser. Zum zweiten Mal darf ich den Präsidenten der Provinz Bozen, Herrn Luis Durnwalder, begrüssen, denn vor drei Jahren, zu Weihnachten 2007, hatten wir die Freude, auf dem Petersplatz eine Tanne aus dem Gadertal zu sehen. Damals war als Bischof von Bozen-Brixen Monsignore Wilhelm Emil Egger unter uns, den der Herr im Jahr 2009 zu sich gerufen hat. Wir erinnern uns mit Rührung an diesen eifrigen und grossherzigen Hirten. Wir sind überzeugt, dass er vom Paradies aus freudigen Blickes das Geschehen mitverfolgt, das sich heute auf dem Petersplatz wiederholt.
Herzlich grüsse ich auch den Bürgermeister von Brixen, Herrn Albert Pürgstaller, den Dekan des Domes von Brixen, Don Ivo Muser – heute Nachmittag im Amte des Grosszeremoniars –, den Chor „Plose“ und die Musikkapelle aus Brixen, alle Freunde aus der Gemeinde Lüsen und alle Anwesenden.
2. Wir freuen uns sehr, dass dieses Jahr der Christbaum – gut dreissig Meter hoch und in der Baumkrone mit einem Durchmesser von sieben Metern – aus der Gemeinde Lüsen im Eisack-Tal stammt. Liebe Freunde der Provinz Bozen und der Diözese Bozen-Brixen, dieser Baum bringt uns Eure Heimat nahe, die berühmt ist für die Schönheit ihrer Natur, ihre Berge, ihre Wälder, ihre Städte und Dörfer, ihre grossen kulturellen Traditionen. All dies macht Eure Heimat zu einem ausserordentlichen Zentrum Europas, das Besucher und Touristen aus vielen Ländern anzieht. Dieser Weihnachtsbaum gibt aber im Besonderen Zeugnis für die christlichen Wurzeln Eures Volkes, aber mehr noch Zeugnis seines stets lebendigen christlichen Geistes; denn dieser Baum ist hier als Zeichen Eurer Präsenz im Herzen der Christenheit aufgestellt, ja an der Seite des Heiligen Vaters Benedikt des Sechzehnten, der, wie Ihr wisst, mit Brixen in besonderer Vertrautheit verbunden ist.
3. Der Weihnachtsbaum ist mit seinen grünen Nadeln Zeichen des nicht endenden Lebens, und mit den Lichtern und Sternen, die ihn schmücken, ist er Zeichen des Lichtes von Christus, der die Nacht erhellt, die Herzen erwärmt und den Geist der Menschen erleuchtet.
Danke für dieses grossartige Geschenk, das jetzt eine Einheit bildet: Einerseits mit der grossen Krippe auf dem Petersplatz, welche wie jedes Jahr von der Direktion der technischen Dienste des Governatorats vorbereitet wurde und am vierundzwanzigsten eingeweiht werden wird. Anderseits mit dem grossen Obelisken, auf dem geschrieben steht: Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat. Es ist eine Dreiheit von Symbolen, die uns gleichzeitig die Demut und Herrlichkeit, die Menschlichkeit und Schönheit, die Freude der Hoffnung und der Liebe verstehen lassen will, kurzum, das göttliche Leben, das zu uns kommt durch die Menschwerdung Christi, den Sohn Gottes, unseren Erlöser.
Dieser Baum als Zeichen Eurer Präsenz wird auf dem Petersplatz bis zum zweiten Februar stehen, dem Fest Darstellung des Herrn, und während dieser Zeit von vielen Pilgern bewundert werden, die zum Petersplatz kommen, wie auch von den unzähligen Zuschauern der Fernsehübertragungen. Er erfreut Augen und Herzen der Erwachsenen und nicht weniger der Kinder.
Wenn Ihr in Eure Heimat zurückkehrt, nehmt bitte zusammen mit den Grüssen des Heiligen Vaters, dem Ihr in der Sonderaudienz bereits begegnet seid, auch den Ausdruck der Dankbarkeit des Präsidiums und der Direktion der technischen Dienste des Governatorats des Vatikanstaates mit.