Dombauhütte von St. Peter

Fabbrica di San Pietro

Papst Sixtus unterstellte 1589 die Kommission der Jurisdiktion des Kardinalerzpriesters der Basilika und wenige Jahre später, unter Papst Clemens VIII. (1592-1605), wurde sie von einem speziellen Organ des Kollegiums ersetzt, nämlich der Congregazione della Reverenda Fabbrica von Sankt Peter. Dieser wurden alle Befugnisse der aufgelösten Kommission übertragen. Außer dem Präfekten in der Person des Kardinalerzpriesters der Basilika, setzte sich die Vereinigung aus einer gewissen Anzahl von Kardinälen und Prälaten zusammen. Dieses Ministerium konnte in den Provinzen des Kirchenstaates eigene Vertreter mit der Funktion von Kommissaren der Reverenda Fabbrica ernennen, die ein Jahr lang im Amt blieben. Diese übten eigene Rechtssprechung aus und konnten in der ersten Instanz Urteile jeglicher Art sprechen, gegen die man vor der Kongregation Berufung einlegen konnte. Im Jahre 1863 unter Pius IX.wurden der Kongregation der Reverenda Fabbrica von Sankt Peter alle ihre Befugnisse im Bereich der Rechtssprechung aberkannt und auf die Kongregation des Konzils übertragen.
Mit der Reform von 1908 unter Papst Pius X. wurde die Kongregation darauf reduziert, sich ausschließlich um die Verwaltung der Fabbrica zu kümmern. 1967 im Zuge der allgemeinen Reform der römischen Kurie unter Papst Paul VI., hörte die Kongregation auf als solche zu existieren und wurde unter den Palatinischen Verwaltungen eingeordnet. Mit der apostolischen Konstitution Pastor Bonus von 1988, legte Papst Johannes Paul II. fest, dass die “Fabbrica von Sankt Peter nach ihren eigenen Gesetzen sich weiterhin um alles was die Basilika des Apostelfürsten betrifft, kümmern sollte sowie um die Wächter und Wallfahrer, die das Gotteshaus besuchen.”