Der Schatz von St. Peter

Tesoro

Nach der Sakristei, einem Raum mit zentralem Grundriss aus dem späten 18. Jahrhundert und aus der Hadriansvilla in Tivoli stammenden Säulen, kommt man zur Schatzkammer von Sankt Peter. Dort sind Kirchengeräte, Statuen, Papsttiaren und Objekte unterschiedlicher Herkunft ausgestellt, die oft Geschenke von Königen und Fürsten waren. Unter den Werken verdient besondere Aufmerksamkeit das Grabdenkmal an Sixtus IV. (1471-1484). Es ist ein Werk von Antonio del Pollaiolo, einem florentinischen Künstler aus dem 15. Jahrhundert: der Sarkophag wurde 1493 nach Auftrag des Kardinals Giuliano della Rovere, dem späteren Papst Julius II., ausgeführt. Um den Papst herum sieht man die Tugenden und die freien Künste.
Die Ausgrabungen um 1940 herum haben verschiedenartige Gräber aus dem I. Jahrhundert v.Chr. ans Licht gebracht, die sich auf der Nordseite des Zirkus von Nero befanden: Es handelt sich hierbei um heidnische Grabmäler mit Fresken und reichen Verzierungen. Am Ende der Nekropolis kennzeichnet eine Kapelle den Ort, an dem sich sowohl der Überlieferung als auch neuesten gründlichen Studien nach das Grab des Apostels Petrus befindet.