Christliches Pius-Klemens-Museum

PioClementino

 

Das Museum wurde von den Päpsten Clemens XIV. (1769-1774) und Pius VI. (1775-1799) in Auftrag gegeben und sollte die bedeutendsten griechischen und römischen Kunstwerke des Vatikans aufnehmen. Durch das quadratische Vestibül und den kleinen Saal mit einer herrlichen Marmortasse kommt man in das Kabinett des Apoxyomenos.
Dieser Saal wird nach der römischen Kopie eines griechischen Bronzeoriginals benannt, einem Werk von Lysipp (ca. 320 v.Chr.). Es zeigt einen Athleten, der sich nach dem Wettkampf den Schweiß mit einem in der Antike gebräuchlichen Hautschabeeisen abwischt. Sein Blick schweift in die Ferne, der Körper ist im Moment der Entspannung nach dem Sieg dargestellt.Das Museum wurde von den Päpsten Clemens XIV. (1769-1774) und Pius VI. (1775-1799) in Auftrag gegeben und sollte die bedeutendsten griechischen und römischen Kunstwerke des Vatikans aufnehmen. Durch das quadratische Vestibül und den kleinen Saal mit einer herrlichen Marmortasse kommt man in das Kabinett des Apoxyomenos.
Dieser Saal wird nach der römischen Kopie eines griechischen Bronzeoriginals benannt, einem Werk von Lysipp (ca. 320 v.Chr.). Es zeigt einen Athleten, der sich nach dem Wettkampf den Schweiß mit einem in der Antike gebräuchlichen Hautschabeeisen abwischt. Sein Blick schweift in die Ferne, der Körper ist im Moment der Entspannung nach dem Sieg dargestellt.

Vom nachfolgenden Saal aus sieht man die Treppe des Bramante. Sie wurde von Julius II. 1512 in Auftrag gegeben, um den Palast von Innozenz VIII. (1484 – 1492) mit der Stadt zu verbinden. Die spiralförmige, in einem quadratischen Turm konstruierte Treppe, ließ sich auch zu Pferde erklimmen. Danach kommt man in den achteckigen Hof “Cortile Ottagono”, der 1772 auf Geheiß von Clemens XIV. in dieser Form angelegt wurde. Unter den bekanntesten Statuen: Apoll des Belvedere, eine römische Kopie nach griechischem Original aus Bronze, das vermutlich Leochares (330-320 v.Chr.) verfertigte und das einst auf Agorà in Athen gestanden hatte. Die Statue des Gottes der Schönheit, der vielleicht am ausgestreckten Arm einen Bogen trug und in der Hand einen Pfeil hielt, wurde in der klassizistischen Zeit als Beispiel von Formvollendung und virtuoser Technik angesehen. Auf Beschluss Julius II. wurde die Statue in den Vatikan gebracht. Es folgt nun die berühmte Laokoon- Gruppe, eine römische Kopie aus dem I. Jahrhundert n.Chr. nach dem griechischen Bronzeoriginal aus dem II. Jahrhundert v.Chr., ein Werk von Hagesandros, Athanadoros und Polydoros. Das Werk wurde in Rom auf dem Esquilin-Hügel im Jahre 1506 gefunden. Es erregte sofort Michelangelos Bewunderung und wurde von Julius II. für den Vatikan erworben und dort aufgestellt. Die Skulptur stellt den trojanischen Priester Laokoon dar. Dieser wurde, weil er seine Mitbürger vor den im Holzpferd versteckten Trug gewarnt hatte, von der zornigen Athene zusammen mit seinen zwei Söhnen zum Tode verurteilt, nämlich als Opfer von Meeresschlangen. Darüber hinaus sieht man Perseus mit dem Medusenkopf zwischen zwei Faustkämpfern von Antonio Canova (1800-1801).

Um den Hof liegen folgende Säle:

- der Saal der Tiere, der Tierstatuen aus römischer Zeit enthält, die freizügig und ausgehend Ende des 18. Jahrhunderts restauriert wurden.

- Die Statuen-Galerie war einst eine offene Loge des Palastes von Innozenz VIII. und wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Skulpturengalerie umgewandelt. Sie enthält wertvolle römische Statuen, einige davon sind Kopien von Werken aus der klassischen griechischen Periode (V.-IV. Jahrhundert v.Chr.): unter ihnen der Apoll “Sauroktonos”, Eidechsentöter, nach einem Original von Praxiteles (ca. 350 v.Chr.) und die berühmte “Schlafende Ariadne“, eine römische Kopie aus dem II. Jahrhundert n.Chr. nach einem Original der Pergamonschule aus dem II. Jahrhundert v.Chr.

- der Saal der Büsten vorwiegend mit Porträts von römischen Kaisern.

- das Kabinett der Masken, in dem man die “Aphrodite von Knidos” beachte. Sie ist eine römische Kopie nach griechischem Original, das sich im Heiligtum von Knidos befand und ebenfalls ein in der Antike vielbewundertes Werk von Praxiteles war (Mitte des IV. Jahrhunderts v.Chr.).

- der Saal der Musen, in dem sich Statuen der Musen und Dichter befinden. Alle sind römische Kopien nach griechischen Originalen. In der Mitte steht der berühmte “Torso des Belvedere”, ein Original des Athener Bildhauers Apollonios aus dem I. Jahrhundert v.Chr. Der in der Renaissance und dem Klassizismus vielbewunderte Torso besitzt eine überaus kräftige und männliche Muskulatur, die perfekt den Idealen Michelangelos entsprach. In jüngster Zeit will man in der Skulptur die Figur des griechischen Helden Ajax erkannt haben, der über den Selbstmord nachdenkt.

- der runde Saal wurde von Michelangelo Simonetti erbaut und entspricht ganz dem klassizistischen Geschmack des ausgehenden 18. Jahrhunderts. In der Tat weist die Kuppel einen Durchmesser von 21.60 Metern auf und ahmt damit die des Pantheons nach. In der Mitte befindet sich ein rundes monolithisches Porphyrbecken von fast fünf Metern Durchmesser, welches aus der “Domus Aurea” stammt und hier Ende des 18. Jahrhundert aufgestellt wurde. Eindrucksvoll ist der

Herkules aus vergoldeter Bronze aus dem Ende des II. Jahrhunderts v.Chr. Man fand ihn in der Nähe des Pompejus-Theaters. Das Mosaik aus dem III. Jahrhundert stammt aus den Thermen von Otricoli (Ortschaft in der Region Umbrien).

- der Saal in griechischer Kreuzform, in dem das Mosaik in der Mitte ins Auge sticht, ein Werk aus dem III. Jahrhundert aus Tusculum sowie die zwei kolossalen Sarkophage aus rotem Porphyr. Auf der Linken der Sarkophag der hl. Helena (IV. Jahrhundert), Mutter von Konstantin (306-337). Er stammt aus dem ihr gewidmeten Mausoleum auf der Via Labicana. Der Sarkophag rechts von Constantina, Tochter des Kaisers Konstantin, stammt aus der Kirche “Santa Costanza” auf der Via Nomentana. Wieder zurück auf der Treppe Simonetti kann man die anderen Räume des Palastes von Innozenz VIII. (1484-1492) besichtigen, wo sich das Etruskische Museum befindet oder aber in die Raffaelsstanzen oder die Sixtinische Kapelle weitergehen.