Besuch Seiner Heiligkeit Benedikt XVI. bei der UNO aus Anlass der 60 Jahre der Allgemeinen Menschenrechtserklärung

Visita di Sua Santità Benedetto XVI all’ONU in occasione del 60º Anniversario della Dichiarazione Universale dei Diritti dell’Uomo  

Die Allgemeine Menschenrechtserklärung, die am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen wurde, gehört zusammen mit der Satzung aus dem Jahr 1945 zu den Gründungsdokumenten der Vereinten Nationen. Diese Erklärung, von grundlegender Bedeutung für die ganze Menschheit, entstand nach der traumatischen Erfahrung der Gräueltaten, die während des Zweiten Weltkrieges verübt wurden. Da es sich um eine Prinzipienerklärung handelt, ist die Allgemeine Menschen-rechtserklärung für die Mitgliedsstaaten nicht rechtsverbindlich. Dennoch werden den in ihr anerkannten Rechten und Zivilrechten im Bereich der internationalen Staatengemein-schaft ein selbständiger juristischer Wert zugeschrieben, da sie inzwischen vom Grossteil der zivilen Nationen als unveräusserliche Prinzipien des internationalen Rechts angesehen werden. Am vergangenen 18. April, aus Anlass des 60. Jahrestages der Deklaration, ist der Heilige Vater Benedikt XVI. zum Sitz der Vereinten Nationen in New York gereist, wo er vor der Generalversammlung eine Ansprache gehalten hat.