80 Jahre Gründung des Staates der Vatikanstadt 1929-2009 (Gedenkblock)

80º Anniversario della fondazione dello Stato della Città del Vaticano 1929 - 2009 (Foglietto)  


Am 11. Februar 1929 wurden im Ehrensaal des Lateranpalastes die »Lateranverträge« unterzeichnet, mit dem Ziel, der »Römischen Frage« ein Ende zu setzen und den Beziehungen zwischen der Kirche und dem Staat in Italien eine präzise Gestalt zu verleihen. Mit demselben Datum wurde zudem formell der Staat der Vatikanstadt »gegründet«. In jenen Tagen bekräftigte Pius XI: »Eine gewisse territoriale Souveränität ist die unverzichtbare, universell anerkannte Bedingung jeder wahren Rechtssouveränität: demnach wenigstens die Quantität an Territorium, die ausreicht als Unterstützung der Souveränität selbst, ohne die diese nicht existieren könnte, weil sie sonst nicht wüsste, worauf sie sich stützen könnte.« Alle Päpste, die im Verlaufe dieser 80 Jahre auf dem Stuhl Petri aufeinander folgten, haben die Natur dieser territorialen Körperschaft bestätigt, als Mittel zur Sicherstellung der realen und sichtbaren Unabhängigkeit des Apostolischen Stuhls bei seiner Aufgabe der Regierung der Universalkirche und des Dienstes an der Menschheit. Zu den Befugnissen des Staates gehört das Drucken von Postwerten und das Prägen von Münzen. Die Briefmarken des 80. Gründungsjubiläums zeigen die Päpste von 1929 bis heute; der Gedenkblock zeigt die »Civitas Vaticana - Nuova pianta della Città del Vaticano« (Entwurf von P. Isola, Stich mit Radierung und Gravierung von P. Di Sciullo e G. Greco, 2007). Der Staat der Vatikanstadt ist territorial der kleinste Staat der Welt (44 Hektar) und hat eine Bevölkerung von 800 Einwohnern, bestehend aus Bürgern und Residenten; 1984 hat die UNESCO die Vatikanstadt zum Weltkulturerbe erklärt.