750. JAHRE WUNDER VON BOLSENA

750. JAHRE WUNDER VON BOLSENA  

Gemäss der Überlieferung pilgerte der böhmische Priester Peter an einem Sommertag im Jahr 1263 nach Rom, um dort seine Glaubenszweifel, die seine Berufung in Frage stellten, zu beruhigen. Nachdem das Gebet am Grab des Apostels Petrus ihn im Glauben gestärkt hatte, zelebrierte er auf seiner Rückreise aus Rom in der Kirche St. Cristina in Bolsena die Heilige Messe; bei der Feier der Wandlung begannen wunderbar Blutstropfen aus der Hl. Hostie zu fallen, und der Priester verbarg alles tief erschrocken im Korporale und verliess den Wallfahrtsort. Nachdem er sich von dem Schrecken erholt hatte, eilte er nach Orvieto, wo sich Papst Urban IV. befand und vertraute ihm alles an. Zur Klärung des Vorgefallenen, sandte der Papst sofort den Bischof Jakobus an den Ort des Wunders. Bei seiner Rückkehr wurden die Reliquien des Blutwunders vom gesamten päpstlichen Hof in einer Prozession durch die Stadt getragen, im Beisein von Tausenden von Gläubigen. Auch die Errichtung des Domes von Orvieto ist mit diesem Wunder verknüpft: dort wird das blutbe???eckte Korporale aufbewahrt. Am 11. August 1264 wird das Wunder von Papst Urban IV. mit der von Orvieto aus promulgierten Bulle »Transiturus de hoc mundo« of???ziell anerkannt. Ein Gedenkblock erinnert an die 750 Jahre des wunderbaren Ereignisses und zeigt einen Ausschnitt aus dem Gemälde von Raphael Sanzio, »Die Messe von Bolsena« (aus den Stanzen von Raphael in den Vatikanischen Museen).