Staat und Regierung

Mit einer Oberfläche von knapp 44 Hektar ist die Vatikanstadt der kleinste unabhängige Staat auf der Welt, sowohl was die Einwohnerzahl als auch seine Ausdehnung betrifft. Seine Grenzen werden von den Mauern gebildet und auf dem Petersplatz von dem Travertinsteinband, das die zwei Flügel der Kolonnaden verbindet. Die vatikanische Jurisdiktion erstreckt sich über das eigentliche Staatsgebiet hinaus auch in gewissem Maße auf einige Zonen in- und außerhalb Roms, die den Status der "Exterritorialität" besitzen. Der Vatikanstaat ist mit dem am 11. Februar 1929 zwischen dem Heiligen Stuhl und Italien unterzeichneten Lateranvertrag entstanden. Darin wird von internationalem Rechts wegen seine Souveränität bestätigt, die dem Heiligen Stuhl in seiner Eigenschaft als höchste Institution der katholischen Kirche "die absolute und sichtbare Unabhängigkeit garantiert sowie seine unbestreitbare Souveränität im internationalen Bereich", wie in der Präambel des obengenannten Vertrages ausgeführt wird.