Münzen und Briefmarken

Münzen und Briefmarken


Der Vatikanstaat besitzt eigenes Münzrecht und gibt eigene Briefmarken heraus. Vatikanische Münzen, ausgenommen Silber- und Goldmünzen, sind aufgrund eines Abkommens vom 29. Dezember 2000 mit dem Staat Italien (der im Namen der Europäischen Union handelte) auch in Italien und in allen anderen Länder der Eurozone gültig.
Diesem Abkommen entstammt auch das Recht des Staates der Vatikanstadt, seit dem 1. Januar 1999 den Euro als offizielle Währung zu nutzen. Seinerseits hat der Staat die Ausübung dieses Rechts per Vatikangesetz vom 26. Juli 2001 (Nr. CCCLVII) geregelt.
Da der Vatikan über keine eigene Münzprägeanstalt verfügt, wird das Metallgeld beim italienischen Münzamt (für momentan einen maximalen Nominalwert von jährlich einer Million Euro) geprägt.
Angesichts des nahenden Heiligen Jahres 2000 nahm der Vatikan 1996 die Prägung von Goldmünzen wieder auf, die zwischen 1929 und 1959 regelmäßig stattgefunden hatte. Diese Prägungen setzten sich auch nach dem Heiligen Jahr 2000 fort und bestehen mit einer jährlichen Ausgabe noch heute. 
Die Ausgabe von Briefmarken ist keinen besonderen Beschränkungen unterworfen. Sie hängt von posttechnischen Bedürfnissen ab, den Abmachungen mit dem Staat Italien sowie von internationalen Vereinbarungen, denen sich auch der Staat der Vatikanstadt angeschlossen hat.

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